Das France-Num-Barometer 2026 zeichnet ein gemischtes Bild: Kleine Unternehmen sind häufig online präsent und setzen zunehmend künstliche Intelligenz ein, doch nicht alle erkennen den Nutzen digitaler Werkzeuge klar. Hier sind die wichtigsten Zahlen und ihre mögliche Bedeutung für kleine Betriebe.
Die Studie wurde für die Direction générale des Entreprises von Crédoc und dem Centre Relations Clients durchgeführt. Sie basiert auf Antworten von 9.655 kleinen und mittleren Unternehmen, die zwischen dem 23. März und dem 18. April 2026 erhoben wurden.
Online-Präsenz ist üblich geworden
83 % der befragten Unternehmen nutzen mindestens einen Online-Kanal zur Sichtbarkeit: eine Website oder ein Social-Media-Konto. 64 % haben eine Website, 66 % nutzen mindestens ein kostenloses soziales Netzwerk. Sichtbarkeit bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Verkäufe über die Website erfolgen.
34 % bieten Online-Verkauf oder Online-Zahlung an, drei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Zugleich trägt das Internet bei mehr Unternehmen direkt zum Umsatz bei: 46 % geben an, dass mindestens 5 % ihrer Kundschaft über das Internet kommt; 17 % erzielen mehr als die Hälfte ihres Umsatzes online.
Künstliche Intelligenz wächst schnell
Vier von zehn kleinen und mittleren Unternehmen nutzen nach eigener Aussage mindestens eine KI-Lösung. Das sind 14 Prozentpunkte mehr als 2025 und dreimal so viele wie 2024. Die Nutzung nimmt in allen untersuchten Branchen zu, allerdings auf unterschiedlichem Niveau. 68 % der KI nutzenden Unternehmen sehen eine positive Wirkung; bei bezahlten Lösungen sind es 84 %.
Der schnelle Zuwachs spricht dafür, mit einer konkreten Aufgabe zu beginnen, etwa Schreiben, Sortieren oder Analysieren. Danach sollten Zeitersparnis, Qualität und die an das Werkzeug übermittelten Daten geprüft werden.
Werkzeuge allein reichen nicht
Der Anteil der Geschäftsleitungen, die einen echten Nutzen digitaler Technologien sehen, sank auf 71 % (minus sieben Punkte). Die Einschätzung unterscheidet sich nach Unternehmensgröße und Branche. Eine Website, Software oder KI ist dann nützlich, wenn sie eine konkrete Aufgabe löst und zum Arbeitsablauf passt.
78 % planen 2026 oder 2027 ein digitales Vorhaben. Am häufigsten wird die elektronische Rechnungsstellung genannt (39 %), gefolgt von Softwarekauf (26 %), Weiterbildung (21 %) und KI (18 %). 33 % tätigten 2025 keine eigenen digitalen Ausgaben.
Was kleine Unternehmen daraus mitnehmen können
- Vor der Einführung ein messbares Ziel festlegen: Anfragen, Verkäufe, Verwaltungszeit oder Kundenbetreuung.
- Online-Sichtbarkeit mit dem Verkaufsweg verbinden: klare Informationen, Angebotsanfrage oder Online-Kauf.
- Zeit für Einführung und Schulung einplanen, nicht nur Softwarekosten.
- Regulatorische Vorhaben wie E-Rechnungen getrennt von Wachstumsprojekten planen.
Online-Sichtbarkeit in Verkäufe verwandeln
Für Handwerksbetriebe, Kreative und kleine Marken ist Sichtbarkeit nur der erste Schritt: Kundinnen und Kunden brauchen auch eine einfache Möglichkeit zum Kauf oder zur Angebotsanfrage, wenn ein Produkt individuell gefertigt wird. Torlann bündelt Produktkatalog, Bestellungen, Banküberweisung und Angebotsanfragen in WordPress; mit der kostenlosen Version können Unternehmen diese Funktionen nutzen. Das kann interessant sein, wenn dieser Ablauf zu Ihrem Geschäft passt.
Das Barometer zeigt nationale Trends und ersetzt keine individuelle Analyse. Ergebnisse und Methodik veröffentlicht France Num; dort stehen auch offene Studiendaten bereit.